Ein Konzert von Rainhard Fendrich ist eine Reise in eine etwas andere, faszinierende Welt. Musik mit Macht, Worte mit Gewicht und mit vielen, schillernden Zwischentönen. Fast unglaublich, wie lange der beliebteste Austropop-Star schon ganz oben ist: 1981, ein Jahr nach seinem ersten Album „Ich wollte nie einer von denen sein“, gelingt Fendrich mit „Strada del Sole“ der Austro-Sommerhit des Jahres sowie seine erste Nummer Eins in der Alpenregion! So steht im nächsten Jahr das 30-jährige Jubiläum seiner musikalischen Karriere an. Schon im letzten Jahr konnte Rainhard Fendrich auf 30 Jahre Schauspiel-Karriere zurückblicken. Zwischen beiden Festen ehrt seine Plattenfirma Ariola (Sony Music) den vielseitigen Künstler, der auch als Chansonnier, Songwriter, Moderator und Entertainer große Erfolge feierte, mit einem CD&DVD - Package unter dem Motto „30 Jahre Live - Best Of“.
Hier zu diesem so vielversprechenden Fendrich-Sommer (seine aktuelle Tour „Lieder zum Anfassen“ läuft mit bisher mehr als 120 Konzerten auf vollen Touren, siehe: www.rainhard-fendrich.at) ein Rückblick auf die vielen großen und kleinen Hits, auf Höhe- und Wendepunkte und auf die Eckpfeiler dieser einzigartigen Karriere. Begonnen hat alles 1978 in Wien! Da steht der 23jährige Nachwuchsschauspieler plötzlich neben der großen Marika Rökk in der „Gräfin vom Naschmarkt“ auf der Bühne des Theaters an der Wien, weil er für ihren Partner einspringen musste. Engagements im Musical „Jesus Christ Superstar“ und im „Hamlet“ folgen. Nach „Ich wollte nie einer von denen sein“ mit stilbildenden Liedern und dem Erfolg von „Strada del Sole“ folgen 1982 mit „Schickeria“ und „Oben ohne“, 1988 mit „Macho Macho“ und 1997 mit „Blond“ vier weitere Tophits. Zehn seiner Alben (davon neun Studioalben) stehen im Laufe der Jahre auf Position 1 der Bestenliste! Auch in Deutschland und der Schweiz schafft Rainhard Fendrich mehrfach den Sprung in die Top 10 der Charts. Eine Karriere „Made in Austria“, die sich schnell weit über die Landesgrenzen hinaus in Europa ausbreitet! Die glänzende Bilanz: Zahlreiche Auszeichnungen wie den „Amadeus“-Award“, drei „Romys“ als bester Showmaster, der „World Music Award“ sowie 24 Mal Gold und 27 Mal Platin für seine Platten und CDs. Im Rückblick auf das letzte Jahr sagt er: „Niemals zuvor habe ich so hart, so viel, so intensiv und parallel an so verschiedenen Projekten mitunter bis an den Rand der totalen Erschöpfung gearbeitet. […] In meinem ganzen Leben war ich noch nie so gut drauf.“ Einige ganz unterschiedliche Stationen aus jüngerer Zeit: Im Fernsehen moderierte Rainhard Fendrich unter anderem beim Privatsender ATV drei Staffeln lang das Musik-Quiz „Sing and Win!“ und präsentierte in der TV-Jubiläums-Show bei Carmen Nebel seine EM-Hymne „Wir sind Europa“. Zudem feierte er mit dem Zwei-Personen-Stück „Nächstes Jahr - gleiche Zeit“ ein sehr erfolgreiches Theater-Comeback (alle 62 Vorstellungen waren ausverkauft) und sein Operetten-Debüt als „Oberkellner Leopold“ in dem Klassiker “Im Weißen Rössl“ vor insgesamt 200.000 Besuchern auf der Bühne in Mörbisch am Neusiedlersee. Bei einem historischen Konzert am Rande dieser Seefestspiele spielten unter dem stürmischen Applaus der rund 6.000 Zuhörer erstmals eine Pop-Band, eine Roma-Banda sowie ein klassisches Symphonieorchester gemeinsam Werke von Rainhard Fendrich. Weiterhin trat Fendrich 2008 bei einer Reihe von Charity - Veranstaltungen auf: Er engagierte sich u. a. für die Renovierung des „Theater in der Josefstadt“ sowie für die „Flying Doctors“ von AMREF in Afrika. Am 15. September gab er sein wohl außergewöhnlichstes Goodwill-Konzert: Vor 120 Insassen im Hochsicherheits-Gefängnis Stein in Niederösterreich. „Es war eine Anregung des Anstaltsseelsorgers zu einem „Tag der Gefangenen“, zu dem auch schon Mönche des Klosters Shaolin eingeladen worden waren. Viele Häftlinge haben geschrieben, dass ihnen meine Musik an besonders schwierigen Tagen Kraft gibt.“ Als den ergreifendsten, berührendsten und zugleich schwersten Auftritt seiner Karriere bezeichnet Rainhard Fendrich das Konzert am 23. Juni 2007 beim Abschied auf der Wiener Donauinsel vor über 200.000 Menschen von seinem zwei Tage zuvor verstorbenen Freund Georg Danzer: “Durch ihn habe ich zu meiner Liebe zu Liederabenden zurückgefunden und mir ein neues Programm zusammengestellt: ‚Lieder zum Anfassen’ ist ein Weg zurück zu den Wurzeln. Ich wollte einfach wieder näher an mein Publikum heran...“. Diesen Wunsch hat er sich zusammen mit seinem Pianisten Dieter Kolbeck und dem Programm „Lieder zum Anfassen“ erfüllt. Aber auch plattenorientierte Fendrich-Fans und Freunde seiner Live-Band-Konzerte kommen in der Zukunft nicht zu kurz: „2009 wird von einer Reihe kreativer Phasen geprägt sein. Ein großer Schwerpunkt wird die Arbeit an einer neuen CD in meinem Studio auf Mallorca sein.“ Auf dem Album „30 Jahre Live - Best Of“ ist neben den Klassikern, die längst Musik-Legende sind, wie „Macho, Macho“, „Blond“, „Es lebe der Sport“, „I Am From Austria“, „Weus’d a Herz hast wie a Bergwerk“ (alle in Live-Versionen unterschiedlicher Konzerte) sowie persönlicher Lieblingslieder des Künstlers und einiger Favoriten der Fans d a s Super-Highlight beim Part 2 von „Best Of Live“ der Mitschnitt vom „Konzert für Georg Danzer“. Neben den Hits („Strada del Sole“, „Wien bei Nacht“, „Brüder“) singt Rainhard Fendrich im Bonusteil drei Danzer-Titel, die unter die Haut gehen…
(bws-press/Okt 09)


































