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Schlagerwerni



Heidi Brühl wurde am 30. Januar 1942 in Gräfelfing geboren, sie verstarb am 8. Juni 1991 in Starnberg. Schon als Kind nahm Heidi Brühl Tanzunterricht. Der Produzent und Regisseur Harald Braun erkannte ihr Talent und gab ihr eine kleine Rolle in dem 1954 erschienenen Film "Der letzte Sommer" als kleine Schwester von Liselotte Pulver. Aber erst die Immenhof-Filme machten sie in Deutschland bekannt. Sie spielte dort die junge und lebenslustige Dalli und sang mit den Kindern aus Malente in der Holsteinischen Schweiz zwischen Lübeck und Kiel gelegen das „Ponylied“. Die Trilogie "Die Mädels vom Immenhof", "Hochzeit auf Immenhof" und "Ferien auf Immenhof" wurden ein absoluter Publikumserfolg. Im Anschluß studierte Heidi Brühl fünf Jahre Gesang, Tanz, sie nahm Schauspielunterricht und ließ sich in Englisch und Französisch ausbilden. 1959 - nach dem dritten Immenhof-Film schickte Heidi Brühls Vater ein Demoband seiner Tochter zur Plattenfirma Philips, dort wurde sie zusammen mit Corina Corten als die Dolly Sisters vermarktet. Aber bereits im August 1959 kam Heidi Brühls erste Soloplatte Chico Chico Charlie in die deutschen Hitparaden. Bis 1967 konnte sie 13 Titel in den deutschen Hitlisten platzieren. Den größten Erfolg erreichte Heidi Brühl mit dem Titel "Wir wollen niemals auseinandergehn". Mit diesem Lied trat sie in der deutschen Vorentscheidung zum Grand Prix Eurovision 1960 an, landete aber nur Platz zwei. 1963 vertrat sie Deutschland beim Grand Prix und belegte mit dem Titel "Marcel" den 9. Platz. In der Folgezeit widmete sie sich dem Musical. Sie spielte und sang vor allem in "Annie Get Your Gun". Kurz vor ihrem 21. Geburtstag starb Heidi Brühls Vater, der bis dahin ihr Manager gewesen war. Sie zog daraufhin 1964 von München nach Rom, um im internationalen Filmgeschäft Fuß zu fassen. Im selben Jahr heiratete sie den US-amerikanischen Schauspieler Brett Halsey. Aus dieser Ehe gingen zwei Kinder hervor. 1970 ging Brühl in die USA, wo sie in Las Vegas mit Sammy Davis junior und anderen amerikanischen Showstars auftrat. Dort erhielt sie auch zahlreiche Engagements in Fernsehproduktionen, unter anderem in Columbo (1973). In Die Zwillinge vom Immenhof (1973) und in Frühling auf Immenhof (1974) verkörperte sie erneut die nun zur Immenhof-Eigentümerin aufgerückte Figur Dalli. Ihr Partner war damals Horst Janson. Anfang der 1980er Jahre kehrte Heidi Brühl, inzwischen geschieden, nach Deutschland zurück. Im Januar 1980 war sie im Playboy zu sehen. Sie gründete einen eigenen Musikverlag und wurde auch als Produzentin tätig. Sie feierte ein viel beachtetes Comeback als Sängerin, als sie 1981 und 1982 zwei Schallplatten-Singles in englischer Sprache im Discomusik-Stil veröffentlichte (You Are A Part Of My Heart und No Ties No Tears), mit denen sie in der renommierten Fernseh-Musiksendung Musikladen auftrat. Heidi Brühls Stimme ist zu hören als Südliches Orakel im Film Die unendliche Geschichte aus dem Jahre 1984 und als deutsche Stimme von Kirstie Alley in Kuck mal, wer da spricht 2 1990. Zu ihren letzten Filmrollen gehörten Auftritte in den Fernsehserien Ein Fall für zwei und Praxis Bülowbogen (beide 1987). Heidi Brühl starb 1991 nach einer Krebsoperation an Herz- und Kreislaufversagen. Sie wurde auf dem Münchner Waldfriedhof beigesetzt.

 
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