Am 31 Juli 1969 prallte Alexandra mit Ihrem Mercedes in einen Lastwagen. Die 26jährige Sängerin war auf der Stelle tot. Millionen von Fans erfuhren am nächsten Tag, dass die Interpretin von «Zigeunerjunge» oder «Mein Freund der Baum» mitten auf dem Weg zum Superstar vom Schicksal gestoppt worden war. Als Kind war sie zusammen mit ihrer Mutter aus der Ostzone geflüchtet, hatte in Kiel die Schule besucht und während der Ausbildung zur Modezeichnerin Schauspiel- und Gesangsunterricht genommen.
Mit knapp 18 Jahren heiratete sie den 31 Jahre älteren Russen Nefedov, gebar ihm 1963 den Sohn Sascha, liess sich aber bereits 1965 wieder schei-den. Dann kam die Karriere: Die LP "Premiere mit Alexandra" wurde ein derart grosser Erfolg, dass sie spontan von Hazy Osterwald für eine Tournee nach Russland engagiert wurde. Frankreich erkor sie zur ersten echten Chan-sonsängerin als Auslän-derin1 und das Fernsehen in ganz Europa riss sich um sie. Alexandra arbeitete Tag und Nacht. Aber der Stress forderte seinen Tribut. Im Februar 1969 brach sie mit einer ver-schleppten Lungenentzün-dung zusammen. Die so zum Nichtstun verurteilte begann über ihr Leben nachzudenken. Sie wurde oft schwermütig, schloss zum einen Lebensversiche-rungen ab und verfasste zum anderen ihr Testa-ment. Freunde sind bis heute der festen Überzeugung, dass Alexandra ihr nahendes Ende fühlte. Drei Monate nach der Entlassung aus dem Spital starb sie auf der Strasse.
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