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Schlagerwerni



 Friedel Hensch (* 7. Juli 1906 in Landsberg/Warthe; † 31. Dezember 1990) war eine deutsche Schlagersängerin. Zusammen mit ihrem Ehemann Werner Cyprys gründete sie das Musikensemble Friedel Hensch und die Cyprys.

Friedel Hensch trat zum ersten Mal 1918 auf einer Bühne auf und zwar in der Rolle der Gänseliesel am Schauspielhaus in Berlin. Da war sie gerade einmal zwölf Jahre alt. Danach spielte sie in zahlreichen Kabaretts. Doch bekannt und berühmt wurde sie erst ab 1946, als sie die oben erwähnte Gesangsgruppe gründete. Mit dabei im Quartett waren auch Karl Geithner und Kurt Krysock. Der erste Auftritt erfolgte im Ballhaus Richter auf der Reeperbahn in Hamburg. Danach ging es mit der Gruppe steil bergauf. Friedel Hensch, ihr Mann und die beiden anderen Mitwirkenden spielten in 11 Filmen mit. Sie nahmen zahlreiche Platten auf, und Werner Cyprys schrieb mehr als 400 Musikstücke.

Den letzten gemeinsamen Auftritt hatte das Ensemble 1972 in Wim Thoelkes Show Drei mal Neun. Friedel Hensch starb 1990 mit 84 Jahren, ihr Mann Werner Cyprys 10 Jahre später mit 78 Jahren. (Wikipedia)

Friedel Hensch und die Cyprys "Kinder ist das Leben schön" - Kuriositäten, Raritäten & Erfolge 1951-1956. Insgesamt 19 erstmalig auf CD veröffentlichte Titel und drei Super-Hits der Wirtschaftswunderjahre: "Tango-Max", "Egon", "Das alte Försterhaus" - in bester digitaler Klangqualität.

 Im Herbst 1955 gab es in der Schlagerbranche der gerade einmal sechs Jahre alten Bundesrepublik eine Sensation. Dem äußerst beliebten Gesangsensemble Friedel Hensch und die Cyprys wurde für den Gesamtverkauf von mehr als vier Millionen Tonträgern, die sie seit 1950 umgesetzt hatten, die Goldene Schallplatte verliehen. Friedel Hensch und die Cyprys waren die erste deutsche Gruppe, die diese Auszeichnung erhielt. Das Tangolied "Egon", aus dem Spielfilm "Heimweh nach Dir" (1952), wurde stellvertretend für ihre Hits in Gold gepresst.

Zu ihren Hits zählten bis 1955: "Holdrioh, liebes Echo" (1951), "Übers Jahr, wenn die Kornblumen blühen" (1951), "Bei mir zu Haus" (1951), "Die Fischerin vom Bodensee" (1951), "Kinder ist das Leben schön" (1951), "Ansonsten Herr Lutter" (1951), "Das ist ja prima" (1952), "Tango Max" (1952), "Egon" (1952), "Die Försterlieserl" (1953), "Oh, Heideröslein" (1954), "Das alte Försterhaus" (1954), "Der Wilddieb" (1954), "Ja, für eine Fahrt ans Mittelmeer" (1955).

Friedel Hensch und die Cyprys, 1952

 Es mag heute wirklich übertrieben und unglaubwürdig klingen, aber damals kannte jeder die Gassenhauer von Friedel Hensch und den Cyprys. Einzelne Verkaufszahlen belegen dieses Statement. Über 5oo.ooo Mal verkaufte sich "Die Försterlieserl", und das Walzerlied "Das alte Försterhaus" kam an die Millionengrenze heran. Andere Titel wie der "Egon" , "Übers Jahr, wenn die Kornblumen blühen" oder der "Tango Max" erreichten Umsatzzahlen von bis zu 250.000 Stück. Und das in einer Zeit, als Schallplatten noch als Luxusgüter galten.

Friedel Hensch und die Cyprys waren echte Publikumslieblinge der ersten Wirtschaftswunderjahre. Ihre fröhlichen, frechen und auch gefühlvollen Lieder waren genau das, wonach den Bundesbürgern in den Jahren nach dem verheerenden Zweiten Weltkrieg, der entbehrungsreichen Nachkriegszeit und dem mühsamen Aufbau eines verwüsteten Landes zumute war.

Das Quartett, im Oktober 1945 gegründet, war durch seine Hits, Rundfunk-, Bühnen- und Filmauftritte so populär, dass es zu den Stargästen der ersten deutschen Fernsehshow "Eine nette Bescherung" zählte. Mit dieser Show am 26. Dezember 1952, dem zweiten offiziellen Sendetag, begann das regelmäßige deutsche Fernsehunterhaltungs-Programm.

Die Mitglieder des Ensembles: Friedel Hensch (07.07.1906 - 31.12.1990), Solistin, bereits seit den 1920er Jahren als Sängerin tätig. Werner Cyprys (19.04.1922 - 30.07.2000), Chef der Gruppe, Bariton, Textdichter und Komponist. Instrument: Gitarre. Karl Geithner (11.10.1922 - 1976), Tenor, Arrangeur. Instrumente: Klavier, Akkordeon. Kurt Grysok (05.10.1922), Bariton. Instrumente: Klarinette, Saxophon, Cello. Er wanderte 1957 nach Kanada aus. Hans-Joachim Kipka, ersetzte Kurt Grysok und blieb bis 1961 im Ensemble.

Als sich Friedel Hensch und die Cyprys 1972 aus dem Showgeschäft zurückzogen, hatten sie in mehr als 60 Fernsehshows, in 10 Spielfilmen und über 200 öffentlichen Rundfunkveranstaltungen mitgewirkt. 15 Deutschland- und Europa-Tourneen, über 70 Engagements in Varietés und Clubs im In- und Ausland sowie viele Gala-Auftritte ließen das Ensemble ein Vierteljahrhundert lang präsent bleiben. 15 Langspielplatten und über 90 Singles verkauften sich zehn Millionen Mal.

Lassen Sie sich akustisch in die frühen Jahre der Wirtschaftswunderzeit mit den Schlagern um Liebe, Leid und Leidenschaft zurückversetzen. Friedel Hensch und ihre Cyprys sangen die Weisen mit viel Herz, viel Gefühl und oft mit einer Prise Ironie in einer Zeit, als kein Wölkchen den Schlagerhimmel trübte. (Quelle : Wolfgang Kowalewski)

 

 

 
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